
Mehr als in anderen Schulfächern wird in Latein Wert auf das gründliche Lesen und Erfassen anspruchsvoller Texte gelegt. Dieses Verhalten überträgt sich vielfach auf andere, nicht nur schulische Lernbereiche.
In Aussprache und Rechtschreibung ist Latein leichter als die modernen Fremdsprachen; erleichternd wirkt auch, dass kein aktives Sprechen verlangt wird und dass die Unterrichtssprache Deutsch
ist. Mit Latein lernt man, die deutsche Sprache besser zu verstehen und bewusster, präziser und abwechslungsreicher zu gebrauchen. Denn: durch die ständige Notwendigkeit, nach
passenden deutschen Ausdrücken zu suchen, wird das Ausdrucksvermögen in der deutschen Sprache gefördert. Die intensive Beschäftigung mit der Grammatik erleichtert den "Durchblick" für den Aufbau
der deutschen Sprache.
Latein verlangt, genau hinzusehen, gründlich zu lesen, exakt zu unterscheiden, richtig zu kombinieren, d.h. aus den Beobachtungen die richtigen Schlüsse zu ziehen, komplizierte Zusammenhänge zu
überblicken und nicht zuletzt: sorgfältig und regelmäßig zu lernen.
Latein dient als Sprungbrett für andere Sprachen, denn
Am Goethegymnasium kann das Fach Latein ab der 6. Klasse als 2. Pflichtfremdsprache und ab der 8. Klasse als 3. Fremdsprache im Wahlunterricht gewählt werden.
Ziel ist für alle zunächst das Latinum, das bei Start in Klasse 6 am Ende der E-Phase erreicht wird, bei Start ab Klasse 8 am Ende der Jahrgangsstufe 13.
Darüber hinaus bilden sich auch nach dem Latinum in manchen 12. Jahrgängen kleine, (feine) Grundkurse, die sich vertiefend mit der lateinischen Literatur und Kultur beschäftigen.
Ein Erlebnis von besonderer Attraktivität für unsere Lateinschüler/-innen der E-Phase ist die seit 2008 etablierte Fahrt nach Rom zu den
realen antiken Ursprüngen unserer europäischen Kultur. Das Kolosseum, das Forum Romanum, Ostia Antica und viele andere römische Spuren im Original zu entdecken, gilt mit Recht als besonderes
Highlight dieses Sprachlehrgangs..